Tokio belohnt Principals, welche die Regeln verstehen. Laute Autos sind falsch. Verspätete Ankünfte sind unverzeihlich. Der Chauffeur verbeugt sich, spricht nicht, sofern nicht gefragt, und kennt die Nebeneingänge jedes Kaufhauses. So führt ein Desk mit Schweizer Disziplin eine Tokio-Woche.
Für UHNW-Principals, die privat aus Europa oder dem Golf anreisen, leiten wir nach Haneda. Narita ist operativ in Ordnung, doch Haneda liegt 25 Minuten vom Kaiserpalast entfernt; Narita ist mindestens 90 Minuten entfernt, und die Autobahn ist mittelmässig. Der VIP-Service Haneda Premier Gate existiert, aber nur auf Anfrage 72 Stunden im Voraus – wir übernehmen die Anmeldung.
Haneda – nicht Narita
Bodenseitig ist das Fahrzeug ein schwarzer Lexus LS500h oder ein Mercedes-Maybach S-Klasse (wir halten beide über unseren Tokioter Partner bereit). Weisse Baumwoll-Kopfstützenbezüge, weisshandschuhiger Chauffeur, kein Abzeichen oder Branding an der Karosserie. Das Fahrzeug fährt nicht an den Bordstein vor; es fährt in eine reservierte, vor der Öffentlichkeit abgeschirmte Bucht am Premier Gate.
Aman Tokyo, das Mandarin Oriental, das Peninsula, das Four Seasons Marunouchi – das sind die vier Hotels, mit denen wir täglich arbeiten. Aman bietet die höchste Diskretion (keine Beschilderung am Eingang, Butler-Check-in in der Suite). Das Peninsula hat den besten Concierge für unmögliche Reservierungen. Jedes hat einen japanisch-englisch zweisprachigen Kontakt, dem wir namentlich vertrauen.
Ginza-Retail – die Regeln der Häuser
Hermès Ginza, Cartier Ginza, Van Cleef & Arpels Ginza – diese Flagship-Stores empfangen Principals nach Termin. Hineinzugehen ist in Ordnung; ein Anruf 48 Stunden im Voraus öffnet die privaten Besichtigungsräume ausserhalb der Geschäftszeiten. Wir übernehmen die Einführung, die Buchung, das Timing. Unser Chauffeur wartet in einer reservierten Bucht unter dem Gebäude, nicht auf der Strasse.
Für die Kaufhäuser Mitsukoshi und Isetan öffnet der Personal-Shopper-Service (Gaisho) auf Wunsch nach Ladenschluss ganze Etagen. Mindestens 72 Stunden Vorlauf für die höheren Stufen (ausländische Principals, die über unseren Concierge-Desk geführt werden, erhalten die VIP-Behandlung standardmässig). Der Salon des Arts im Mitsukoshi Nihombashi bleibt der exklusivste Weg, japanische Kunst und antike Kimonos zu erwerben.
Der innere Kreis
Der stille Brief
Einmal im Monat ein kurzer Brief unseres Concierge: neue Reiseziele, Gelegenheiten ausserhalb der Saison und Reiserouten, die wir sonst Stammkunden vorbehalten. Niemals Marketing, niemals Lärm.
Kyoto – der Shinkansen-Tag
Zwei Wege nach Kyoto von Tokio aus: der Nozomi-Shinkansen Green Car (2 Std. 12 Min., ¥18'000 Erste Klasse) oder ein privat gecharterter Helikopter (¥1,8 Mio. einfach, 80 Minuten inklusive Bodentransfer an beiden Enden). Für einen Tagesausflug Tokio–Kyoto–Tokio gewinnt der Zug in jeder Hinsicht ausser der reinen Tür-zu-Tür-Zeit. Unser Protokollbeamter begleitet im Zug, übernimmt die Bento-Bestellung, und der Chauffeur in Kyoto (ein anderer als in Tokio) empfängt am Bahnsteig.
In Kyoto wechseln wir in einen schwarzen Toyota Century – den japanischen kaiserlichen Standard, genutzt vom kaiserlichen Hofamt, ohne westliches Abzeichen. Ein Tag in Kyoto: private Teezeremonie im Tempel Daitoku-ji (gebucht über unseren Partnermönch), Mittagessen im Kikunoi (drei Michelin-Sterne, normalerweise drei Monate Wartezeit, über unseren Kanal in sieben Tagen machbar), Nachmittag im Gion-Viertel mit Vorstellung einer Maiko auf Wunsch. Rückfahrt mit dem Shinkansen um 18:30 Uhr, zurück im Aman Tokyo zum Abendessen um 21:00 Uhr.

